Start nach Myanmar war um 8 Uhr und die Grenze nach 20
Minuten erreicht. Der Thailändische Beamte nahm das eingeheftete Einlegeblatt
raus und drückte den Ausreisestempel in den Pass. Auf der Brücke über den
Taungyin Fluß mußte die Fahrbahn von links nach rechts gewechselt werden. Jetzt
läuft es wieder wie zu hause. Die Grenzstation der Birmesen ist ein baugleiches
Tor, wo mich der Grenzbeamte freundlich rein bat. Please sit down, take
your time, to fill this out. Dann noch den Reisepass kopieren, ein Foto von mir in Datenbank
abspeichern. Fertig!
Als erste einen Geldautomaten suchen. Den gabs tatsächlich
gleich an der Grenze, aber gab kein Geld raus. Leider war es der einzige seiner
Art und die Banken hatten, da es Samstag war, geschlossen. Einen Geldwechsler
war doch vohanden und ich wechselt meine thailändischen Baht in Kyat. Das ergab
18000 Kyats.
Das müssen hunderte Fahrräder sein!
Die fahrt nach Kwakareik ging durch die Berge und weil der
18.1 ein gerader Tag ist, war die Straße für heute in meiner Richtung befahrbar.
Morgen ginge es wieder andersherum. Kaum wurde bergig, war auch schon der erste
von einigen Checkpoints zur Feststellung wer will hier wohin.
Die Straße wurde zusehends schlechter, aber die Kraftfahrer
hupten zur Warnung und oft auch als freundlichen Gruß. Sie hielten genügend
Abstand, so konnte ich mich ohne Angst aufs Fahren konzentrieren.
Eine Kaffeepause war nötig, ständig an der Wasserflasche
nuckeln is no fun. Es gab Instantkaffee
mit Zucker und Kaffeeweißer – Tri Mix - und eine freundliche Bedienung. Da der
Wind heftig blies und den Staub vor sich hertrieb gings bald weiter.
Die Fahrzeuge waren meist mit Menschen und Ladung voll
gepackt (für uns, total überladen). Unterwegs gabs auch einige Pickups und LKWs
und einen Bus zu sehen, die liegengeblieben waren. Warum wohl?
Der Straßenzustand ist krass schlecht, aber es wird daran
gearbeitet.
Ein letzter Stau wegen einer Baustelle, das ist für einen Radler kein Problemweis. Jetzt noch die Abfahrt, aber nicht schneller als 30 km/h, man weiß nie wo das nächste Schlagloch wartet.
Kaum sind die Berge überwunden, lassen alle ihr Fahrzeug
waschen. Einmal um den Staub loszuwerden und andrerseits um die Bremsen und
Reifen zu kühlen. Im Nachhinein muss ich sagen für mein Rad wäre es auch gut
gewesen, der Staub hängt in jeder Ritze.
Für diesen Tag der letzte Checkpoint und dann in Kwakareik
mit 4000 Kyats, das bisher günstigste Zimmer. Klein, eine Wäscheleine als
Schrank, eine 2 cm „Dicke“ Matratze und eine kalte Gemeinschaftsdusche. Trotzdem
es war ganz nett.
Ganz in Rosa, Nonnen beim abendlichen Essen Sammeln.
Abends vor dem Guesthouse
sitzen und lesen, die Kinder beim Fernsehen und Singen beobachten und dann noch
Besuch des Beamten vom letzten Checkpoint. Ganz in Zivil habe ich ihn nicht
gleich erkannt, was er mir beinahe übelgenommen hätte.
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