Sonntag, 9. Februar 2014

28.1.2014, Yangon, erste Eindrücke

Was bei der gestrigen Anreise noch geschah.

Auf eine Empfehlung in dem Blog www.crazyguyonabike.com habe ich über AGODA mir für 3 Nächte ein Zimmer im Bike World BED, BREAKFAST & BIKES   gebucht. Dies war mit 52 US$ pro Nacht mit Abstand die teuerste Bleibe meiner bisherigen Reise.
Nachmittags ist Jeff,Besitzer der Bike World,  mit mir zu seinem Radlladen gefahren und hat angeboten das Rad auf Fordermann bringen zu lassen. Auch versucht sein Kompagnon einen Sigma Radcomputer, als Ersatz für meinen geklauten, aufzutereiben. Das läuft ja super, das Rad ist mit roten Staub zugeklebt und die Kette knirscht.
Anschliesend ist er mit mir zum Essen und hat mich fast 2 h zugetextet, wohin man in Myanmar hinradeln sollte. Von so vielen Informationen hat mir der Kopf geraucht.

Heute steht die erste Erkundung von Yangon auf dem Plan. 

Diesmal ohne Rad, das steht ja noch, wie unten zu sehen ist im Radlladen von Jeff. 



Auf dem Weg zum Radlladen eine Seilerrei, zwei Mann beim Seile verzwierbeln. Jeder Handgriff sitzt.



Mein Rad soll heute Abend fertig geputzt, eingestellt und geschmiert sein. In dem kleinen Laden arbeiten neben dem Kompagnon von Jeff noch weitere 5 Mechaniker. Sie versichern mir ein feines Rad zu besitzen. Wir werden sehen wie fein es geputzt aussehen wird.







Die Trishafahrer warten auf Kundschaft. Ein Radler kann zwei Kunden transportieren, einer sitzt in Fahrtrichtung, der andere muß nach hinten gucken.










Die Kundschaft ist gefunden. Los geht es Richtung eines Bahnhofs. Mein Ziel ist die Stadtbahn, um einmal Yangon auf der Circleline zu umrunden.




Das Ticket kostet 1 US$, und wie beim letzten mal, ist auch diesmal der Reisepass von Nöten.

Der Zug schaukelt sich gemächlich die Gleise entlang und hält in jedem Bahnhof kurz an. 





Hier ist mitten im Bahnhof Markttag und es gibt alles was Feld und Flur zu bieten hat. Man beachte die Rettiche, bei mir kommt zuerst Neid und dann Hochachtung für diese Prachtkerle auf.










Nur so läßt sich der Sack und die Tasche mit Würde tragen.

Das Ballzieren von Lasten auf dem Kopf ist üblich und wird vor allem von Frauen praktiziert.  

Aus meiner Rundreise wurde nichts, weil ich den falschen Zug erwischt hatte, der auf der Hälfte des Weges wieder zurückfuhr. 


Ich bin dann am Hauptbahnhof ausgestiegen und ins alte Zentrum gegangen. Beim ersten feinen Café bin ich schwach geworden und habe mir einen sündteueren Cappuccino bestellt. Bei über 30°C war ein massiver Schweißausbruch die Folge, der auch danach beim Postkartenkauf mit Tüchern des netten Verkäufers bekämpft werden mußte. Das hätte mir vorher klar sein können.



Vorbei an Schildermachern.











Weiter zum Mahabandoola Garden mit dem Unabhängigkeitsdenkmal.

Rechts neben der Fontäne ist die Sule Pagode und am Bildrand die weiße City Hall zu sehen.






Die Stehle des Denkmal ist doch weit dicker als es auf dem vorherigen Bild  den Anschein hatte.










Auch die Engländer nutzen Gebäude um ihre Macht darzustellen. Hier der Gerichtshof als augenfälliges Beispiel der Kolonialarchitektur.


Gerade als ich den Park verließ traf ich auf Uschi, die war augenscheinlich nicht gut drauf. So entstand ein längerer Plausch der ihr und auch mir gut tat. Erst in der Dämmerung haben wir den Rundgang durchs alte Yangon gemeinsam beendet. Nachdem ich sie zum Hotel begleitet hatte, mußte ich nur noch sehen wie ich selber nach Hause kam.





Auf dem Weg Richtung Bahnhof war noch Zeit die Sule Pagode bei Nacht abzulichten, dabei drängte ein junger Mann mir seine Begleitung auf. Er wollte unbedingt sein Englisch bei einem Gespräch üben. Also haben er und ich uns bei einem Gespräch mit Englisch abgemüht. 
Zur Heimfahrt blieb nur das Taxi und auch der Fahrer wollte ein Gespräch, nur seine Aussprache lies das Gespräch in ein mühsames Ratespiel ausarten. Zu allem überfluß ist auch noch mein Notitzbuch vermutlich im Taxi geblieben.
Doch als kleiner Trost, stand mein Rad frisch glänzend am Guest House und Jeff meinte, ich brauche nichts zu bezahlen, das geht so in Ordnung. Danke!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen